Sparer wenden sich von Tagesgeld und Festgeld ab

Kleinsparer bevorzugen Mischfonds

Kleinsparer bevorzugen Mischfonds

Das Geschäft mit Privatkunden wird bei der Fondsgesellschaft Union Investment immer besser. Im ersten Halbjahr hat das Haus zwar mit etwa 6,7 Milliarden Euro unterm Strich so viele neue Kundengelder eingesammelt wir im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres, ein Teil davon stammt allerdings von Kleinsparern. Kleinsparer waren mit Fondsanlagen in den Krisenjahren noch sehr zurückhaltend. Im ersten Halbjahr haben sie bei der Fondsgesellschaft aber 2,7 Milliarden Euro investiert. Wie Vorstandschef Hans Joachim Reinke am Montag erklärte, konnte die Trendwende aus dem Vorjahr damit bestätigt werden. Zudem konnte das Wachstum weiter ausgebaut werden. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat die Union Investment den gesamten Absatzerfolg von 2012 bereits übertroffen.

Kleinsparer zeigen Interesse an Kapitalmärkten

Kleinsparer haben lange Zeit um die Kapitalmärkte einen großen Bogen gemacht. Es wurden vorwiegend die sicheren Tages- und Festgeldkonten bevorzugt, um das Ersparte anzulegen. Bei dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld verlieren sie jedoch auch bei der geringen Inflation Geld. So langsam scheint sich die Schockstarre der Privatkunden zu lösen, Sicherheit steht allerdings immer noch im Vordergrund. Es werden Mischfonds bevorzugt, die über mehrere Anlageklassen streuen. Es sind aber nicht nur die Inhaber von Tagesgeld- und Festgeldkonten die sich den Fonds zuwenden, sondern auch Anleger die bisher in Offene Immobilienfonds investiert haben. Der Grund dafür ist die Einführung der strengeren Haltefristen, die seit Juli dieses Jahres gelten.

Profi-Anleger müssen ordentliche Rendite erzielen

Im Gegensatz dazu hat sich das Geschäft mit institutionellen Investoren etwas abgekühlt. Union Investment sammelte hier netto vier Milliarden Euro im ersten Halbjahr ein und konnte 22 neue Kunden gewinnen. Profi-Anleger interessieren sich nur wenig für klassische Staatsanleihen, sondern eher für Pfandbriefe, Unternehmensanleihen aus Schwellenländern und dividendenstarken Aktienanlegen. Profi-Anleger wie Versicherungen können nur so die Renditen erzielen, die sie den Kunden versprochen haben. Es wird davon ausgegangen, dass die Profi-Anleger in den kommenden Jahren auch noch mit ihren Kapitalanlagen zu kämpfen haben.

Bildquelle: ©Thomas Klauer / pixelio.de

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