Sepa-Umstellung für Kriminelle eine Fundgrube

Sepa-Umstellung  für Kriminelle eine FundgrubeMit der Sepa-Umstellung kommen die langen Kontonummern und Kontoinhaber müssen ihre Daten bei zahlreichen Firmen aktualisieren. Für Betrüger ist die Einführung der einheitlichen Kontonummern ein Eldorado, wie die Verbraucherzentrale von Nordrhein-Westfalen warnte.Unternehmen und Verbände müssen ab Februar 2014 die 22-stelligen IBAN-Nummern verwenden. Dies schreibt eine EU-Verordnung zum einheitlichen europäischen Zahlungsraum vor. Konsumenten die bis 2016 die alten Nummern verwenden können erhalten jedoch schon Rechnungen in denen nur noch die neuen Zahlenkombinationen ausgewiesen sind.

Verbraucherschützer warnen

Verbraucherschützer haben festgestellt, dass Betrüger in E-Mails Bank- und Firmenkunden auffordern ihre Daten, unter Bezugnahme auf die Sepa-Umstellung, zu bestätigen. Wer den Link in der E-Mail öffnet ermöglicht den Betrügern den Zugriff auf persönliche Daten. Der Computer könnte aber auch mit einem Schadprogramm infiziert werden. Anhängende Dateien mit der Endung pdf oder zip enthalten Trojaner anstatt Informationsmaterial zur Sepa-Umstellung. Die meisten Antivirenprogramme erkennen das zwar aber es wird befürchtet, dass die Kriminellen einfach eine neue Variante der Schadsoftware entwickeln. Deshalb fordert das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik bei E-Mails die Kundeninformationen zur Sepa-Umstellung vorsichtig zu sein, wenn der Absender nicht eindeutig bekannt ist. Zumal jeder wissen sollte, dass Banken notwendige Informationen per Post zusenden.

Wissenswertes für Verbraucher

Verbraucher sollten auch kritisch sein, wenn sie per E-Mail oder Brief um zusätzliche persönliche Daten oder um eine Unterschrift gebeten werden. Mitunter kann es sein, dass Unternehmen ein Sepa-Mandat einholen wollen. Es handelt sich dabei um den Nachfolger der Einzugsermächtigung. Bei Verträgen die bereits bestehen ist die Erteilung von einem Sepa-Mandat nicht erforderlich, denn bereits erteilte Einzugsermächtigungen behalten ihre Gültigkeit. Online-Handler wussten nicht mit Sicherheit ob sie eine Sepa-Lastschrift ausführen dürfen, wenn Geld von Kunden einziehen von denen ihnen keine Unterschrift vorliegt. Zwischenzeitlich wurde aber vom Bundesfinanzministerium und der Deutschen Bundesbank klargestellt, dass die Rechtslage unverändert ist. Online-Mandate können Banken akzeptieren oder nicht. Jede Bank kann selbst entscheiden ob eine Lastschrift ohne Unterschrift akzeptiert wird. Im Zweifel muss der Zahlungsempfänger beweisen, dass er zum Einzug berechtigt ist und wie bisher haben auch die Verbraucher bis zu acht Wochen Zeit einer Lastschrift zu widersprechen.

Bildquelle: © Klicker / pixelio.de

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