Schufa will Schutzpatron für Privatpersonen werden

Schufa wird Schutzpatron für Privatpersonen

Schufa-Informationen jetzt auch für Privatpersonen

Ab sofort können sich auch Privatpersonen an die Schufa wenden um sich über die Finanzlage von Unternehmen zu informieren. Diese Möglichketi kann mitunter sehr hilfreich sein, wenn zum Beispiel ein krisensicherer Arbeitgeber gesucht wird. Auch Bauherren können davon profitieren, wenn sie sich über die finanzielle Situation von Dienstleistern beispielsweise Bauträgern ein genaues Bild machen wollen.

Schufa bereinigt ihr schlechtes Image

Bisher konnten nur Unternehmen, Vermieter und Banken den Auskunftsdienst nutzen um sich über die Kreditwürdigkeit von einzelnen Bürgern ein Bild zu machen. Wie die Bonität genau ermittelt wird ist nicht bekannt, die Schufa schweigt darüber hartnäckig. Wegen der Intransparenz wird die Schufa immer wieder von Verbraucherschützern kritisiert. Um dieses Image zu bereinigen gibt das Wiesbadener Unternehmen jetzt auch Finanzdaten für Privatpersonen frei. Das neue Angebot heißt „Schufa-Unternehmensauskunft. Es gibt keinen Unterschied zu der Auskunft über Privatpersonen. Beide Produkte sind identisch mit dem Unterschied, dass auch die Bürger profitieren. Privatpersonen erhalten Informationen über alle Firmen die im Handelsregister notiert sind.

Dabei handelt es sich um folgende Informationen:

  • Über das bisherige Zahlungsverhalten
  • Abhängig von der Rechtsform die Stammdaten und Handelsregisterinformationen eines Unternehmens
  • Brancheninformationen (Tätigkeitsfelder und Firmenprofil)
  • Geschäftszahlen (Mitarbeiter, Stammkapital, Umsatz usw.)
  • Funktionsträger und deren Verflechtungen, wie Geburtstag, Wohnort, Mitgliederstatus und Verbindungen zu anderen Unternehmen
  • Die Ereignisse der letzten Monate z.B. Veränderung bei der Geschäftsführung
  • Falls vorhanden Insolvenzinformationen

Jede Anfrage kostet 28,50 Euro

Laut Schufa ist das Angebot vor allem für Bauherren interessant. Diese können sich jetzt von der Solvenz der Bauunternehmen überzeugen. Kleinunternehmer können dadurch ihre neuen Geschäftspartner besser einschätzen und Arbeitnehmer können über die Wirtschaftskraft von potentiellen Arbeitgebern informieren bevor sie eine Bewerbung schreiben. Für jede Auskunft muss allerdings ein berechtigtes Interesse vorliegen, so verlangt es das Bundesdatenschutzgesetz. Pro Anfrage berechnet die Schufa 28,50 Euro.

Bildquelle: ©lichtkunst 73 / pixelio.de

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