Schattenbanken – BaFin-Chefin fordert mehr Kontrolle

Schattenbanken – BaFin-Chefin fordert mehr KontrolleEtablierte Banken sind erfreut, Finanzkontrolleure hingegen bekommen Sorgenfalten. Die BaFin-Chefin König fordert ein globales Regelwerk um die umstrittenen Schattenbanken genauer durchleuchten zu können. Für die bessere Beurteilung sowie die Abschätzung der Risiken von Hedgefonds, Specialfonds oder Private-Equity-Firmen sei mehr Transparenz erforderlich. Zu den sogenannten Schattenbanken gehören unter anderem Hedgefonds, die Kreditinstituten neben faulen Krediten auch Altlasten abkaufen. Laut König müssen nicht nur die Anforderungen an regulierte Banken erhöht werden, sondern es muss auch ein besserer Einblick in den schwächer oder nicht regulierten Sektor möglich sein. Das Risiko verschwindet nicht einfach, sondern taucht woanders auf wo der BaFin die Hände gebunden sind.

Markt der Schattenbanken wächst

Der Finanzstabilitätsrat geht davon aus, dass zwischen 2002 und 2012 der Markt der Schattenbanken auf 71 von 45 Billionen Dollar angewachsen ist. Der Stabilitätsrat fasst unter Schattenbanken alle Akteure zusammen die wie Banken auf den Finanzmärkten auftreten. Diese werden aber nicht wie die Banken reguliert und beaufsichtigt. Neben Hedgefonds und Private-Equity-Gesellschaften gehören dazu auch Geldmarktfonds und die sogenannten Zweckgesellschaften´. In die Zweckgesellschaften lagern Banken ihre riskanten Geschäfte aus. Die internationalen Finanzaufseher zählen sogar ganz normale Investmentfonds zu den Schattenbanken.

Abbau von Altlasten fördert Wachstum der Schattenbanken

Der Markt wächst stark, was unter anderem auch mit den Problemen von etablierten Banken in Zusammenhang steht. Da diese jetzt strengere Eigenkapitalregeln erfüllen müssen, ist der Abbau von Altlasten unumgänglich. Schattenbanken wagen sich zugleich wieder an risikoreiche Geschäfte, weil die aktuell niedrigen Zinsen kaum lohnenswerte Anlagemöglichkeiten bieten. Frau König kann dem Boom der Schattenbanken trotz den Risiken etwas Positives abgewinnen. Nach eigenen Aussagen ist sie mit der aktuellen Phase sehr zufrieden, denn Banken können so Geschäfte von denen sie sich trennen zu vernünftigen Preisen verkaufen.

Bildquelle: @ Barbara Eckholdt / pixelio.de

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