Niedrige Zinsen und Megakosten – der Ruin für jedes Vermögen

Niedrige Zinsen und Megakosten – der Ruin für jedes VermögenIn vielen Fällen stehen Gebühren und Provisionen in keinem Verhältnis zu den Leistungen und Erfolgen. Aus diesem Grund sollten Anleger den Vermittlern genau auf die Finger schauen. Wenn es im Geldbeutel eng geworden ist, wird die Luft dünn und es gibt für die meisten Menschen nur zwei Möglichkeiten daran etwas zu ändern. Entweder müssen die Einnahmen steigen oder die Ausgaben sinken. Obwohl diese Erkenntnis von betörender Schlichtheit ist, gibt es bei der Umsetzung Probleme, wenn es an allen Ecken und Enden hapert. Da viele Menschen dazu neigen aus dem Bauch heraus, statt mit dem Kopf zu entscheiden kommt auch Geldanlagen Sand ins Getriebe.

Kaum noch Zinsen für sichere Geldanlagen

Jeder weiß, dass Geldanlagen die einigermaßen sicher sind, kaum noch Zinsen abwerfen. Bei den sicheren Geldanlagen handelt es sich unter anderem um Sparbücher, Festgeld, Anleihen und Bausparverträge. Die Lage ist in Wahrheit noch viel schlimmer, denn die Anlagen werden von Inflation und Steuern ausgehöhlt. Von Tag zu Tag und Woche zu Woche wird die Luft dünner und so stellt sich die Frage: Die Einnahmen erhöhen oder die Kosten senken? Privatpersonen können die Erträge nur erhöhen, wenn sie auf Anlagen mit höherem Risiko umsteigen. Da sich die meisten Menschen nicht dazu entschließen können, fällt die Steigerung der Erträge aus.

Sparer werden zur Kasse gebeten

Bei den Kosten hingegen lässt sich eine Menge machen. Auch bei Finanzanlegen gilt, dass jede Sache ihren Preis hat. Sparer werden überall zur Kasse gebeten. Beim Einstieg, während der Fahrt und beim Ausstieg wird immer ein kleiner Betrag fällig. Auf Dauer geht das mächtig ins Geld. Bausparverträge, die in der Gunst der Deutschen ganz oben stehen, werden mit Abschlussgebühren, Kontoführungsgebühren und Kündigungsabzug belastet. Die meisten Kunden merken nicht wie sich die Gebühren auswirken, denn in der Praxis werden diese Beträge nicht bar bezahlt.

Beispiel Bausparvertrag

Für den Abschluss von einem Bausparvertrag über 50.000 Euro, muss der Sparer eine Eintrittsgebühr von 1 Prozent berappen. Pro Jahr gibt es 0,25 Prozent Zinsen und dann müssen jährlich noch 2,50 Euro Kontoführungsgebühren bezahlt werden. Wer vorzeitig aussteigt muss 2 Prozent vom Guthaben an die Bausparkasse abdrücken. Nach sieben Jahren oder insgesamt 84 monatlichen Raten von 250,00 Euro werden etwa 20243,00 Euro an den Bausparer ausbezahlt. Die jährliche Rendite liegt bei minus 1,1 Prozent! Diese Geldanlage kann nicht gerade als lohnendes Geschäft bezeichnet werden.

Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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