Terminhandel

Unter den Begriff Terminhandel fallen die Geschäfte im Bereich der Börse oder im OTC-Handel, bei denen es zwar bei Vertragsabschluss zu einer Festlegung kommt, zu welchem Kurs gekauft wird, jedoch erfolgt die Lieferung und Abnahme zu einem späteren Zeitpunkt. Gegenstand solcher Geschäfte können Waren, Devisen oder Wertpapiere sein. In Deutschland ist die EUREX die größte Terminbörse, die auch weltweit Bedeutung hat. In Deutschland waren Termingeschäfte lange Zeit verboten und wurden erst 1970 mit Optionsgeschäften auf Aktien wieder zugelassen.

Im Terminhandel wird unterschieden zwischen dem unbedingten Termingeschäft, auch feste Termingeschäfte genannt und dem unbedingten Termingeschäft. Bei einem bedingten Termingeschäft, z. B. bei einer Option, hat der Optionsinhaber das Recht, aber nicht die Pflicht, seine Option auszuüben. Er kann das Geschäft mithin verfallen lassen. Dies ist bei einem unbedingten Termingeschäft nicht möglich. Hier sind die Parteien zur Vertragserfüllung zum festgelegten Termin verpflichtet. Termingeschäfte werden vorwiegend zu Spekulationszwecken oder dem Herging abgeschlossen. Rechtliche Grundlagen sind hauptsächlich die einschlägigen Normen im Wertpapierhandelsgesetz (WpHG).

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