Sparbrief

Der Sparbrief ist eine Anlageform zur Anlage von Einmalbeträgen. Sie stehen in der Praxis zwischen Spareinlagen auf Konten und börsengängigen festverzinslichen Wertpapieren und verbriefen keine Spareinlagen gemäß §21 Abs.4 RechKredV. Diese Rektapapiere (Namensschuldverschreibungen) haben einen Festzins für die gesamte Laufzeit, die mindestens ein Jahr beträgt, in der gängigen Praxis werden meist Laufzeiten zwischen zwei und 6 Jahren angeboten. Da die Rückgabe vor Fälligkeit in der Regel ausgeschlossen ist, ist die Liquidität eingeschränkt. Allerdings ist ein Verkauf oder eine Beleihung beim Kreditinstitut möglich.
Es gibt verschiedene Formen von Sparbriefen.
Normalverzinsliche Sparbriefe werden zum Nennwert ausgegeben, die Zinszahlung erfolgt jährlich nachträglich direkt an den Gläubiger und bei Fälligkeit wird der Nennwert zurückgezahlt.
Bei der abgezinsten Form, erfolgt die Ausgabe zum Nennwert abzüglich der Zinsen und Zinseszinsen. Es erfolgt keine jährliche Zinszahlung. Die Rückzahlung bei Fälligkeit erfolgt zum Nennwert.
Aufgezinste Sparbriefe werden zum Nennwert ausgegeben, es gibt keine laufenden Zinszahlungen. Die Rückzahlung erfolgt zum Nennwert zuzüglich aufgelaufener Zinsen und Zinseszinsen.
Eine seltenere Form ist der Tilgungssparbrief. Dieser wird in gleich bleibenden Jahresraten getilgt. Begonnen wird damit frühesten ein Jahr nach dem Verkauf.

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