Solidaritätszuschlag

Der Solidaritätszuschlag ist eine Ergänzungsabgabe zur Einkommenssteuer. Davon betroffen sind Zahlungen von Lohnsteuer und Zinsabschlagssteuer bei Zinszahlungen. Er beträgt 5,5% der entsprechenden Steuerbelastung.
Im Bereich von Einkünften durch Kapitalerträge wird dieser zeitgleich mit der Abführung von Zinsabschlagssteuer belastet. Diese fällt erst bei Überschreitung des Sparerpauschbetrages von 801 EUR für ledige Personen, bzw. 1602 EUR für Verheiratete an.
Im Lohnsteuerbereich fällt der Solidaritätszuschlag in den Steuerklassen I, II, IV, V und VI bei einer Überschreitung einer monatlichen Lohnsteuer von 81,00 EUR fällig, in der Steuerklasse III bei über 162 EUR. Kinderfreibeträge werden mit berücksichtigt, sodass die Grenzen dann durchaus höher liegen können.
Eingeführt wurde der Solidaritätszuschlag 1991, um damit die Kosten der deutschen Einheit und später auch des Golfkrieges zu finanzieren.
Über eine Abschaffung wird derzeit diskutiert.

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