Konjunktur

Der Begriff Konjunktur bezeichnet feststellbare Schwankungen in der wirtschaftlichen Entwicklung einer Volkswirtschaft in einem Zeitraum. Dabei werden insbesondere die Entwicklungen der Preise und der Beschäftigung berücksichtigt. Dabei werden vier verschiedene Phasen unterschieden: Aufschwung, Boom, Abschwung und Tiefstand. Für Kreditinstitute sind die Auswirkungen der einzelnen Konjunkturphasen auf das Zinsniveau und damit auf die Kursentwicklung von Aktien und Anleihen im besonderen Maße wichtig.

Aufschwungphase
Die Sparneigung sinkt und das Zinsniveau langsam an, was wiederum sinkende Aktien-, bzw. Anleihekurse zur Folge hat.

Hochkonjunkturphase (Boom)
Das Sparverhalten ist sehr gering, das Zinsniveau sehr hoch. Aufgrund dieser höheren Zinsbelastung entstehen Unternehmen höhere Kosten und somit werden weniger Investitionen getätigt. Eine damit verbundene geringere Gewinnerwartung zieht die Aktienkurse nach unten.

Abschwungphase (Rezession)
Die Preise sinken, durch das sinkende Zinsniveau wird auch die Investitionstätigkeit wieder angeregt. Das Sparverhalten steigt.

Tiefstand(Depression)
Trotz niedriger Zinsen, wird wieder mehr angespart. Unternehmen investieren sehr viel, nehmen zinsgünstige Kredite auf. Deren Gewinnerwartungen steigen und Aktien- und Anleihekurse steigen.

Um Entscheidungen für Anlagen zu treffen, sollte also stets der Konjunkturverlauf berücksichtigt werden.

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