Kapitalrücklage

Der Begriff „Kapitalrücklage“ ist eng mit dem Rechnungswesen verknüpft. Die Kapitalanlage gehört in die Kategorie der offenen Rücklagen. Rechtsgrundlage bildet § 266 Abs. 3 HGB. Danach sind diese Anlagen getrennt voneinander auszuweisen. Bei der Bilanzerstellung sind Einstellungen in die Kapitalrücklage sowie Auflösungen nach § 270 Abs. HGB vorzunehmen.

Zu den Unterarten einer Kapitalanlage gehören
– Agiobeträge aus Emissionen (Aktien, Bezugsrechte, Wandel- und Optionsanleihen,
– Zuzahlungsbeträge durch Gesellschafter für die Vorzugsgewährung,
– Zuzahlungsbeträge anderer Art der Gesellschafter in das Eigenkapital.

Kapitalrücklagen sind gesetzliche Rücklagen. Sowohl Aktiengesellschaften wie auch Kommanditgesellschaften auf Aktien haben mittels der Emissionen von Anteilsrechten eine Gelegenheit, durch Agiobeträge die Bildung dieser gesetzlichen Rücklage zu gestalten. Üblich ist es jedoch, dies über Gewinnrücklagen durch Gewinnthesaurierung (also Bilanzierungsmaßnahmen zur Einbehaltung durch Gewinne, die nicht zur Ausschüttung kommen) zu erreichen. Die Kapitalrücklage ist eine so genannte Außenfinanzierung und damit eine ausschließliche Form der Rücklage, die einem Unternehmen von außen erbracht wird.

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