Dachfonds

Ein Dachfonds ist ein Investmentfonds der das von einem Anteilseigner erbrachte Geld wiederum anteilig in weitere Investmentfonds anlegt. Diesen Fonds bezeichnet man sodann als Zielfonds. Neben dem Dachfonds spricht man von Superfonds und zwar dann, wenn Investmentfonds in einzelne Wertpapiere, aber auch in andere Investmentfonds investieren. Für einen Dachfonds bestehen bestimmte Regeln. So darf ein zugelassener Dachfonds in alle zugelassenen Investmentfonds investieren, jedoch dürfen diese nicht selbst Dachfonds sein und auch nicht Spezialfonds oder geschlossene Fonds. Weiterhin ist der Anteil an einem einzelnen Zielfonds limitiert und darf nicht mehr als 20 Prozent des Gesamtanteils des Dachfonds haben. Eine weitere Begrenzung besteht darin, dass der Dachfonds maximal 10 Prozent der Vermögensanteile am Zielfonds halten darf (s. a. Viertes Finanzmarktförderungsgesetz v. 21.06.2002, BGBl. I, Nr, 39). Ein Dachfonds hat den Vorteil, dass ein Fondsmanager eine große Marktbreite attraktiver Fonds belegen kann. Der Investor profitiert von einem weit ausgebreiteten Bündel von gemanagten Investments. Dachfonds sind oft etwas kostenintensiver, weil ihre Struktur mehr Aufwand mit sich bringt. Man versucht jedoch durch Rabatte und aufwandsfreundliche Methoden, auch mit erfolgsabhängigen Gebühren, die Kosten im Rahmen zu halten.

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