Abfindung

Die Abfindung definiert sich als eine Einmalzahlung und hat zum Inhalt die Abgeltung von Ansprüchen, die in der Regel (aber nicht ausschließlich) aus einem Vertragsverhältnis resultieren. Besonders aus Dauerschuldverhältnissen (Miete, Pacht) oder Dienstverhältnissen (z. B. Geschäftsführer, Vorstände) können Abfindungen resultieren. Abfindungen sind das Ergebnis von Vergleichen und Kompromissen, die zwischen Streitparteien vereinbart werden, um einen Rechtsstreit zu beenden oder gar zu vermeiden. Rechtlich geregelte Anspruchsgrundlagen zur Erzwingung von Abfindungen finden sich ausschließlich im Handelsgesetzbuch (HGB), speziell § 89 b (Handelsvertreterausgleichsanspruch), sowie in rechtlichen Regelungen arbeitsrechtlicher Natur und zwar in den §§ 9 und 10 Kündigungsschutzgesetz (Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses), im Rahmen eines Tarifvertrags oder Sozialplans oder eines Gerichtsurteils aus Ansprüchen eines Arbeitnehmers auf Zahlung eines Nachteilsausgleichs.

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