Kauflaune der Deutschen wegen Krisen gedämpft

Kauflaune der Deutschen wegen Krisen gedämpftDie Stimmung der deutschen Verbraucher wird von internationalen Krisenherden und der wachsenden wirtschaftlichen Unsicherheit getrübt. Im September hat sich die Konsumlaune hierzulande weiter abgeschwächt, denn die lange anhaltende Hochstimmung schlägt zunehmend in Verunsicherung um. Wie der GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl mitteilte bewegt sich das Konsumklima aber weiterhin auf hohem Niveau.

Verbraucher zögern bei größeren Ausgaben

Im Juli zeigte das Konsumklima den höchsten Wert seit 2006. Mittlerweile zögern die Verbraucher aber auch vermehrt bei größeren Ausgaben. Insgesamt sind die Verbraucher in Deutschland bei den Konjunkturaussichten pessimistischer eingestellt, als die anderer EU-Länder. Viele Haushalte erwarten eine Konsumflaute und stellen sich zudem auf ein geringeres Einkommen ein. Im dritten Quartal war eine stärkere Kaufzurückhaltung vor allem bei Möbeln und Unterhaltungselektronik zu verzeichnen. Geplante Autokäufe hingegen werden eher selten aufgeschoben.

Zurückhaltung wegen geopolitischer Lage

Die Zurückhaltung der deutschen Konsumenten wird vor allem auf die angespannte geopolitische Lage zurückgeführt, die viele Verbraucher verunsichern. Befürchtet wird, dass über kurz oder lang auch die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands von den Folgen der Krisen überschattet wird. Für Verunsicherung bei den Verbrauchern sorgen zahlreiche Krisenherde, unter anderem auch die Ebola-Epidemie in Afrika.

Entwicklung nicht überbewerten

Das Vertrauen in die Konjunktur schwindet bei den Verbrauchern. In der Vorausschau ist der Konsumklimaindex für Oktober entsprechend um 0,3 Punkte auf 8,3 Punkte abgerutscht. Seit Februar ist das der niedrigste Wert. Vor einer Überbewertung dieser Entwicklung wird gewarnt, denn Psychologie spielt eine große Rolle. Dank der guten Tarifabschlüsse hätten die Verbraucher objektiv betrachtet mehr Geld in der Tasche als im vergangenen Jahr. Trotz der leichten Rückschläge in den vergangenen Monaten bewegt sich die Verbraucherstimmung auf einem hohen Niveau. Es gibt zwar eine gewisse Verunsicherung, aber in einen Konsumstreik sind die Verbraucher deshalb nicht getreten. Vorerst werden die Verbraucher trotz der leicht eingetrübten Konsumlaune eine wichtige Konjunkturstütze bleiben. Als weiterhin realistisch und erreichbar wird die Jahresprognose von 1,5 Prozent angesehen.

Bildquelle: © bernhard_pixler / pixelio.de

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