Investoren sehen Machtwechsel in der Ukraine positiv

Investoren sehen Machtwechsel in der Ukraine positivAnleger am Rentenmarkt vertrauen der neuen Übergangsregierung der Ukraine. Da die Staatsanleihen zulegen wird eine kurzfristige Staatspleite als unwahrscheinlich angesehen. Nachdem der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch abgesetzt wurde hoffen die Anleger am Rentenmarkt, dass die neue Übergangsregierung eine Lösung für die Krise finden. Einen Teil der Verluste aus den vergangenen Wochen konnten die in Dollar gehandelten Staatsanleihen bereits wieder gut machen. Die bis 2023 laufende Dollar-Anleihe kletterte um bis zu 5,95 Zähler auf 90,3 Punkte und der bis 2017 laufende Dollar Bond ist um 7,5 Punkte gestiegen. Bei den bis 2022 laufenden Papieren handelte es sich um bis zu 4,94 Zähler. Am Sonntag kündigte der Übergangspräsident Olexander Turtschinow eine Annäherung der Ukraine an Europa an.

Das Land benötigt ausländische Hilfe

Die Landeswährung Hrywnia legte nur teilweise zu. Erst stieg sie um etwa 2 Prozent, geriet aber im Handelsverlauf unter Druck und verlor zum Dollar 2,4 Prozent sowie 2,7 Prozent zum Euro. Offenbar befürchteten einige Anleger, dass die Finanzhilfe für die Ukraine erst nach den Wahlen im Mai eingefädelt werden kann. Die Übergangsregierung forderte eine Geberkonferenz, denn nach Angaben des Finanzministeriums benötigt das Land ausländische Hilfe von etwa 35 Mrd. Dollar. Vom US-Finanzminister wurde die Regierung aufgefordert sich wegen der Finanzhilfe schnellstens an den Internationalen Währungsfonds zu wenden.

Kurzfristiger Staatsbankrott eher unwahrscheinlich

Die Ukraine steht kurz vor dem Staatsbankrott, den als Reaktion auf den Machtwechsel hat Russland den Geldhahn zugedreht und Milliardenhilfen auf Eis gelegt. Wie Börsianer erklären setzen zahlreiche Rentenanleger auf eine Finanzhilfe für die Ukraine. Analysten der Investmentbank Goldman Sachs halten kurzfristig einen Staatsbankrott für unwahrscheinlich. In diesem Fall dürften die politischen Erwägungen die wirtschaftlichen und finanziellen überwiegen. Deshalb wird davon ausgegangen, dass die Hilfe des Westens ausreicht. Die Regierung in Kiew muss dieses Jahr noch mehr als 6 Milliarden Schulden bedienen.

Bildquelle: ©Helga Ewert / pixelio.de

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