Google – Umsatzplus und Probleme im mobilen Internet

Google – Umsatzplus und Probleme im mobilen InternetGoogle präsentierte sich auch im abgelaufenen Quartal mit einem kräftigen Umsatzplus. Jetzt ist es an der Zeit die Probleme im mobilen Internet anzugehen, denn über dem Google Paradies liegt ein Schatten. Das Unternehmen hat die Expansion bei sozialen Netzwerken verpasst.

Klicks auf Anzeigen bescheren ein sattes Plus

Vordergründig sieht alles blendend aus und in der alten Internetwelt kann niemand Google etwas vormachen. Mit den neuen Angeboten bei Youtube sowie Internetdiensten wurden mehr Werbekunden gewonnen. Im zweiten Quartal führte das durch Klicks auf die Anzeigen auf den Seiten von Google zu einem Plus von 33 Prozent. Damit wird der Rückgang von 6 Prozent bei den Anzeigen mehr als ausgeglichen. Außerdem hat sich der Abwärtstrend verlangsamt. Nach dem Umsatz von 10,16 Milliarden Euro im Vorjahr verbuchte Google einen Umsatzsprung auf 12,7 Milliarden Euro. Der Nettogewinn wurde von 3,29 Milliarden Euro im Vorjahr auf 3,42 Mrd. Euro gesteigert. Den Anlegern reichte das, um die Tagesverluste an der Börse fast auszugleichen.

Wird Google von Facebook abgehängt?

Jetzt sind alle Augen auf Facebook gerichtet. Schafft es der größte Google-Konkurrent nicht nur beim Umsatz, sondern auch bei den Werbepreisen beeindruckende Wachstumsraten vorzulegen? Wenn das der Fall ist wird sich das Bild vom mobilen Google-Problem verdichten. Auf die sogenannte native Werbung ist alles fokussiert. Im Idealfall ist sie stark an die Vorlieben und Gewohnheiten der Nutzer angepasst. Laut Facebook werden damit auf PC-Bildschirm und Smartphone spürbar höhere Akzeptanzwerte erzielt, als mit klassischen Anzeigen am rechten Bildschirmrand. Facebook hat noch einen Trumpf in der Tasche – den Fotodienst Instagram. Dieser ist ebenfalls für die native Werbeform geeignet und zudem mobilfreundlich. Yahoo hat zwar Flickr, ist aber anscheinend nicht in der Lage das Potential zu nutzen. In diesem Bereich hat Google nichts entgegenzusetzen.

Google+ liegt weit hinter Facebook

Google weist die Umsätze mobil sowie im Desktop-Bereich nicht separat aus, gibt allerdings zu, dass der Mobilbereich eine Herausforderung ist. Auf den kleinen Bildschirmen von Smartphones und Tablets ist weniger Werbefläche vorhanden. Zudem wollen sich nur wenige Nutzer durch diverse Mobilseiten durchklicken, wenn sie etwas online kaufen wollen. Es ist also nachvollziehbar, dass Werbetreibende immer weniger bezahlen wollen. Bereits seit längerem steht die Frage im Raum, wer bei der Machtverschiebung ins mobile Internet das Rennen gewinnt. Im klassischen Suchmarkt sieht es so aus als sei Google nicht einzuholen. Google+ ist im aufstrebenden Markt der sozialen Netzwerke kaum noch erwähnenswert. In diesem Bereich hat Facebook eindeutig die Nase vorn. Der App-Markt wird von Apples IOS beherrscht. Beim mobilen Betriebssystem Android von Google hängt es davon ab von wem die Angebote wie Suche, Maps und Mail genutzt werden. Von Amazon jedenfalls nicht und auch andere wie die schnell wachsenden asiatischen Hersteller von Android haben dazu keine Lust. Ohne die Daten der Nutzer ist es für Google schwer treffsichere Werbung zu schalten.

Bildquelle: © Stefan Bayer / pixelio.de

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