Goldhandel nach heftigem Preissturz ausgesetzt

Goldhandel nach heftigem Preissturz ausgesetztDer Handel mit Gold wurde nach einem heftigen Preissturz ausgesetzt. Bis jetzt ist nur klar, dass es kein technischer Fehler war der den Einbruch auslöste. In Zeiten des Hochfrequenzhandels sind kurze und heftige Preisausschläge schon fast normal. Am Montag ist der Goldpreis allerdings in weniger als einer Minute um 30 Dollar gefallen. Er hat sich zwar genauso schnell wieder erholt aber bei dem Marktteilnehmer blieb ein ungutes Gefühl zurück. Das sich offensichtlich nicht um einen technischen Fehler handelt, wird davon ausgegangen, dass der Preisrutsch absichtlich ausgelöst wurde. Ein Blick auf die Charts legt das auch nahe. Am Montag notierte der Goldpreis auf einem Der-Wochen-Hoch und stürzte genau in diesem Moment ab. Alles spricht dafür, dass eine automatische Order von einem Händler vorlag, diesen Kurs für denn Verkauf zu nutzen.


Computerprogramm bemerkte den Einbruch vom Goldpreis


Ein großer Teil des Handels läuft vollautomatisch ab und weil ein neues Programm immer auf ein anderes reagiert kann es zu einer Kettenreaktion kommen. So könnte es auch beim Gold abgelaufen sein. Ein Computer hat das Gold verkauft, bei einer anderen Bank wurde das Computerprogramm auf den Einbruch aufmerksam und hat dann ebenfalls die automatische Order zum Verkauf. Dieser Vorgang dauert nur Millisekunden und löste eine Kettenreaktion aus, die den Goldpreis innerhalb von wenigen Augenblicken einbrechen ließ. Der komplette Crash wurde von einem Computerprogramm der Chicago Mercantile Exchange verhindert.


Wird der Goldpreis künstlich gedrückt?


Da diese Art von Preisbewegungen immer häufiger auftreten wird davon ausgegangen, dass große Aufträge abgegeben werden damit genau diese Einbrüche ausgelöst werden. Wie von der amerikanischen Börsenaufsicht schon seit längerem gefordert ist jetzt auch der Börsenbetreiber CME dafür, dass diese Art von Ausreißern, von der Börse genauer in Augenschein genommen werden. Die Gründe für solch große Bewegungen könnten darin zu finden sein, dass versucht wird den Preis künstlich zu drücken um dann günstig einkaufen zu können. Es könnte aber auch sein, dass ein Marktteilnehmer diese Gelegenheit nutzen wollte, um sich günstig mit Optionsscheinen einzudecken.

28 Prozent Wertverlust im vergangenen Jahr

Eine mögliche Manipulation vom Goldpreis hat zuletzt immer stärker Sorgen bereitet. Im vergangenen Jahr ist der Goldpreis um 28 Prozent gefallen. Zu so einem Wertverlust kam es beim Gold zuletzt im Jahr 1981. Damals war die Nachfrage beim Gold bei fast allen Investorengruppen zurückgegangen. So haben Fonds tonnenweise Gold verkauft, die Zentralbanken haben viel weniger und die Goldimporte beim bisher größten Goldnachfrager Indien sind eingebrochen.

Bildquelle: © Fabian Forban / pixelio.de

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