Geheimniskrämerei der Vatikanbank hat ein Ende – Bilanz im Internet veröffenlicht

Vatikanbank veröffentlicht BilanzDie geheimnisumwobene Vatikanbank hat das erste Mal in ihrer Geschichte eine 100 Seiten Bilanz veröffentlicht. Jeder kann die Bilanz im Internet einsehen. Die Vatikanbank hat bisher immer mit Zahlen jeglicher Art gegeizt. Diese Geheimniskrämerei scheint jetzt ein Ende zu haben und die Verdächtigungen über dunkle Finanzgeschäfte ein Ende zu nehmen. Skandalumwittert war die Vatikanbank vor allem seit den Verwicklungen mit mafiösen Bankern in den 70er und 80er Jahren. Später war die Vatikanbank auch noch in Skandale verwickelt. Es ging unter anderem um illegale Parteienfinanzierung und Korruption in Italien.


Neuer Vatikanbank Präsident macht Vatikanbank transparenter


Jetzt hat der Vatikan neue Regeln und Institutionen installiert um Geldwäsche zu verhindern. Der im Februar dieses Jahr berufene neue Präsident Ernst von Freyberg hat sich vorgenommen für Transparenz zu sorgen. Momentan lässt er alle Konten nach verdächtigen Inhabern und dubiosen Bewegungen untersuchen. Er hat veranlasst, dass die Bilanz der Vatikanbank offengelegt wird. Die Vatikanbank ist längst nicht so groß wie angenommen. Sie ist mit einer Sparkasse vergleichbar, hat aber sehr viel Vermögen, dass ihr zur Verwaltung anvertraut wurde. Mit 114 Mitarbeitern und 18.900 Kunden hatte das Institut Ende 2012 eine Bilanzsumme von fast 5 Mrd. Euro. Das Eigenkapital betrug 769 Mio. Euro. 6,3 Mrd. Euro wurden der Vatikanbank als Einlagen und zur Vermögensverwaltung anvertraut.


Tagesgeld und festverzinsliche Wertpapiere


Bilanz im Internet veröffenlicht 2
Der Heilige Stuhl bekommt regelmäßig 53 Mio. Euro Dividende um seine Ausgaben zu finanzieren. Von 2011 bis 2012 schwankte der Gewinn allerdings kräftig. In der Bilanz werden für 2011 38 Mio. Euro Handelsverluste ausgewiesen. Dadurch schmolz der Nettogewinn auf 20 Mio. Euro. Die Verwaltungs- und Personalkosten sind hingegen in 2012 um 14 Prozent auf 24 Mio. Euro gestiegen. Der Handelsgewinn von 51 Mio. Euro ermöglichte trotzdem einen Nettogewinn von 86,615 Mio. Euro. Die Vatikanbank versucht den Kundenkreis auf religiöse Orden und Institutionen sowie die Bürger des Vatikanstaates und die beim Vatikan akkreditierten Diplomaten zu begrenzen. Ihnen wird eine sehr konservative Vermögensanlage geboten. In erster Linie sind es Tagesgeld und festverzinsliche Papiere. In Aktien werden nur 6 Prozent der Anlagen investiert. Interessant wäre zu erfahren wie hoch die Zinsen für Tagesgeld und festverzinsliche Wertpapiere bei der Vatikanbank sind.

Bildquelle 1: ©Katharina Wieland Müller / pixelio.de
Bildquelle 2: © Karl-Michael Soemer / pixelio.de

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