Festgeldkonto

Unterschied Festgeldkonto und Tagesgeldkonto

Fast jede Bank bietet ein Festgeldkonto an. Die Konten sind gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten eine gute Möglichkeit, um Zinsen zu sichern. Sie funktionieren ähnlich wie die Tagesgeldkonten. Der Unterschied liegt darin begründet, dass das Festgeld nicht frei verfügbar ist, sondern über einen bestimmten Zeitraum angelegt wird. Die Bank kann in dieser Zeit frei über das Geld verfügen. Hierfür gibt die Bank dann Zinsen, die am Ende der Laufzeit gutgeschrieben werden. Nach der Laufzeit oder Kündigung gehen die meisten Konten dann in ein Sichtguthaben über.

Verrechnungskonten und sinnvolle Geldsummen

Wer ein Festgeldkonto bzw. Tagesgeldkonto eröffnen will, benötigt grundsätzlich ein Verrechnungskonto. Dieses Konto sollte idealerweise auf der Bank bestehen, bei der auch die Geldanlage getätigt wird. Zwar ist es in der Regel auch möglich, dass das Verrechnungskonto bei einem anderen Kreditinstitut geführt wird. Doch die Überweisung kann zwei oder drei Tage dauern, so dass die Gelder nur noch formal jederzeit verfügbar sind. Wird das Verrechnungskonto bei jenem Institut geführt, bei dem auch die Anlage erfolgt, dann steht das Geld tatsächlich sofort bereit.
Grundsätzlich sollte bei der Anlage abgeschätzt werden, ob das Geld eine Notreserve darstellt. Gelder, die schnell benötigt werden, sollten nicht als Festgeld verwendet werden. Hierfür eignen sich vielmehr Tagesgeldkonten. Sind die Festgelder eingezahlt und angelegt, dann können sie nicht mehr aufgestockt werden. Daher muss die genaue Summe vor der Eröffnung bekannt sein.

Persönliche Voraussetzungen

Um ein Festgeldkonto bzw. Tagesgeldkonto eröffnen zu können, müssen verschiedene persönliche Voraussetzungen erfüllt sein. Die Person muss das 18. Lebensjahr vollendet haben. Ist der Kunde jünger, dann müssen die Erziehungsberechtigten unterschreiben. Grundsätzlich bildet eine generelle Vollmacht der Eltern eine Ausnahme. Sie können mit einer Vollmacht bestätigen, dass das Kind die Befugnis hat, seine Geldgeschäfte selbstständig zu regeln. Dies wird häufig dann gemacht, wenn das minderjährige Kind ein eigenes Unternehmen führt. Solche Fälle sind durch das Internet inzwischen verbreitet – wenn auch noch nicht die Regel.

Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass keine gerichtlichen Verfahren wie Pfändungen anhängig sein sollten. Die Festgelder sind nicht pfändungssicher. Banken reagieren sehr empfindlich auf solche Umstände, wodurch die Anlage verweigert werden kann. Dies gilt auch für große Summen, deren Herkunft nur schwer erklärt werden kann. Daher sollte gerade bei großen Summen plausibel dargestellt werden können, wie diese Summe angespart werden konnte. Dies gilt besonders für Menschen, deren Beruf eigentlich keine großen Sparsummen zulässt.

Nicht auf die Schufa-Auskunft einlassen

Für die Eröffnung solcher Konten werden auch immer wieder Schufa-Auskünfte eingeholt. Da es sich um Haben-Konten handelt, sind diese Auskünfte unnötig. Sie sollten der Bank nach Möglichkeit verweigert werden. Soll gleichzeitig ein Verrechnungskonto eröffnet werden, dann sollte hier ebenfalls nur ein Haben-Konto eröffnet werden. In diesem Fall kann auf die Auskunft verzichtet werden. Der Bank gegenüber gilt immer, dass nur die notwendigen Angaben tatsächlich auch angegeben werden sollten. Zu diesen Angaben gehören die persönlichen Daten, wie sie auch auf dem Ausweis vermerkt sind. Informationen, die keinen offensichtlichen Sinn haben, sollten nicht gegeben werden.

Genau über die Modalitäten informieren

Wer ein Festgeldkonto bzw. Tagesgeldkonto eröffnen will, der sollte auch immer genau über die Anlage informiert sein. Die Bedingungen können von Bank zu Bank unterschiedlich sein. Klauseln, die nicht verstanden werden, müssen vollständig erklärt werden, so dass alle Vor- und Nachteile bekannt sind.

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