Die perfekte Anlagedauer

Eigentlich sollte die Frage personenbezogen sein, also auf den betreffenden Anleger zugeschnitten. Warum? Jeder Anleger hat seine subjektiven Vorstellungen, Motive und Bedingungen persönlicher und objektiver Natur.

Eine Festgeldanlage ist für so manchen Anleger eine sehr empfehlenswerte Form der Geldanlage. Dies gilt insbesondere für die Anleger, die es sich nicht „leisten“ können oder wollen, auch nur ein Teil ihres Kapitals zu verlieren, die „auf Nummer sicher“ setzen. Und damit fahren sie u. U. besser als die Risikofreudigen. Man kann mithin die Frage nach der perfekten oder idealen Laufzeitdauer der Festgeldanlage nicht bestimmen, ohne die subjektiven Konditionen zu kennen. Und selbst dann bleibt eine gewisse Unsicherheit, die sich aus verschiedenen, weder planbaren noch vorhersehbaren, Umständen ergeben können. Das kann eine Erkrankung, berufliche Veränderung oder Ähnliches sein.

Welche Faktoren sollten die Laufzeit bestimmen. Mit der Anlage seines Geldes entscheidet sich der Anleger zugleich dafür, auf die Verfügbarkeit eines Teils seines Eigenkapitals für einen definierten Zeitraum zu verzichten. Mithin sollte für den Anlagezeitraum bedacht werden, welche Anschaffungen und Ausgaben vorgesehen sind, was da sein könnten: Größere Haushaltsanschaffungen, Fahrzeuge, Urlaub, Reparaturstau etc. Aber auch die Familienplanung oder ein möglicher Arbeitsplatz/Arbeitsortwechsel usw.

Nicht zuletzt ist die Rendite für die Anlage ein wichtiger Faktor. Auch hierfür sind bestimmende Faktoren die Laufzeit und Einlagenhöhe. Sehr kurze Laufzeiten bringen nur einen geringen Gewinn. Aber es gilt auch nicht der Grundsatz, je länger die Laufzeit, desto höher die Rendite. In der Regel ist nach einer bestimmten Laufzeit das Zinslimit ausgeschöpft. Auch sollte der Anleger bedenken, dass sich im Laufe der Jahre die allgemeinen Zinskonditionen verändern können. Da sich die Habenzinsen derzeit auf einem recht niedrigen Niveau bewegen, kann der Anleger durchaus auf „bessere Zeiten“ hoffen. Von daher sollte eine Anlagedauer zwischen drei bis fünf Jahren nicht überschritten werden zumal das Geld ja wieder neu und zu den dann bestehenden Bedingungen angelegt werden kann.
Welches Ziel verfolgt der Anleger. Ist das Festgeld für die Altersvorsorge gedacht, soll damit zu einem Immobilienkauf beigetragen werden, ist ein toller und erinnerungsträchtiger Urlaub vorgesehen, soll damit die Goldene Hochzeit finanziert werden?
Fasst man – die Laufzeiten betreffend – zusammen, so kann man als allgemeine Richtschnur sagen, die Laufzeit für eine Festgeldanlage sollte ein Jahr mindestens betragen und sich nicht über fünf Jahre hinaus bewegen. Aber noch einmal sei darauf hingewiesen, dass Zeiten unterhalb und oberhalb dieser Marken nicht wirklich einen Schaden mit sich bringen können. Insbesondere der Anleger, der die Beständigkeit liebt und sich sodann auch noch auf sicherem Terrain bewegen möchte, kann mit einer Anlagelaufzeit von mehr als fünf Jahren zufrieden leben. Welche Laufzeiten die einzelnen Direktbanken im Detail anbieten, ergibt sich aus deren Internetportalen oder in einem zusammenfassenden Überblick aus verschiedenen einschlägigen und neutralen Finanzportalen, beispielsweise im Internet oder in Finanzzeitschriften.

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