Dispozinsen – Volkbanken und Raiffeisenbanken lehnen staatliche Obergrenze ab

Dispozinsen – Volkbanken und Raiffeisenbanken lehnen staatliche Obergrenze abEine staatliche Obergrenze für Dispo-Zinsen wird von den Genossenschaftsbanken kategorisch abgelehnt. Der Chef vom Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken teilte mit, dass es dafür keinen Grund gäbe. Eingriffe in die Preisgestaltung seien gerechtfertigt wenn der Markt versagt. Das wäre aber nicht der Fall, wie die vielzähligen unterschiedlichen Angebote zeigen. Den Vorwurf, dass die Volksbanken und Raiffeisenbanken von ihren Kunden zu hohe Zinsenverlangen würden wies er zurück. Die Genossenschaftsbanken seien die Banken mit den niedrigsten Dispozinsen, wobei er aber einräumte, dass es hier eine große Bandbreite gibt.

Zu hohe Zinsen für Kontoüberziehungen

Wie die Stiftung Warentest mitteilte werden Kunden von zahlreichen Banken immer noch mit zu hohen Zinsen für Kontoüberziehungen zur Kasse gebeten. Im Extremfall muss, wer ins Minus rutsche Zinsen von bis zu 14,25 Prozent berappen. Ein fairer Dispozins müsste nach Meinung der Tester von Finanztest spürbar unter zehn Prozent liegen. Diese Ansicht wird damit gerechtfertigt, dass sich die Banken selbst Geld zu historisch niedrigen Konditionen leihen können.

Banken scheuen Transparenz

Seit 2013 haben zahlreiche Banken die Zinsen für Dispokredite deutlich gesenkt. Es gibt aber immer noch Kreditinstitute die weiterhin unverschämt zugreifen. Zinsen von 13 Prozent und mehr sind keine Seltenheit. Für Kunden ist es mitunter schwer die genaue Höhe des Dispositionszinssatzes zu erfahren, denn leider scheuen die deutschen Banken diesbezüglich die Transparenz.

Eine gesetzliche Deckelung der Dispozinsen wird nicht nur von Verbraucherschützern, sondern auch von Grünen und Linken im Bundestag gefordert.

Bildquelle: © Markus Hein / pixelio.de

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