Deutsche sparen immer weniger

Niedrigzinsen vermiesen die Lust zum SparenDen Deutschen ist die Lust am Sparen vergangen. Rekordbeschäftigung und sichere Jobs sowie die extrem niedrigen Zinsen lassen Tagesgeld, Festgeld, Sparbuch und Co. immer unattraktiver werden. Seit 12 Jahren wurde nicht mehr so wenig gespart. Im dritten Quartal ist die Sparquote auf 8,5 Prozent gefallen. Laut dem statistischen Bundesamt haben die Verbraucher in den vergangenen Jahren noch über 10 Prozent von ihrem verfügbaren Einkommen gespart. Als Hauptgrund für diese Entwicklung wurde der Arbeitsmarkt genannt. Mit der Rekordbeschäftigung steigt auch die Jobsicherheit und deshalb legen die Verbraucher nicht mehr so viel auf die hohe Kante. Hinzu kommt noch, dass die niedrigen Zinsen sparen unattraktiv machen.


Zinskonten rentieren sich nicht mehr


Zinskonten haben noch nie so wenig rentiert. Durchschnittlich gibt es für Tagesgeld nur 0,74 Prozent Zinsen und für Festgeld mit einjähriger Laufzeit werden nur 0,7 Prozent Zinsen bezahlt. Nachdem die EZB den Leitzins auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gesenkt hat, haben schon einige Banken die Zinsen für Tagesgeld und Festgeld gesenkt. Sparen ist nicht mehr attraktiv und so ist es auch verständlich, dass die Verbraucher ihr Geld nicht in klassische Sparanlagen investieren wollen. In den Zeiten der niedrigen Zinsen ziehen es immer mehr Bundesbürger vor Anschaffungen zu finanzieren.

Für Anschaffungen werden billige Kredite aufgenommen

Für größere Anschaffungen, wie Küchen, Fernsehgeräte und Autos nutzt mittlerweile jeder dritte Haushalt einen Kredit. Vor einem Jahr haben nur 29 Prozent größere Anschaffungen mit einem Ratenkredit finanziert. Die Wirtschaftsweisen erwarten für 2014 eine Steigerung des privaten Konsums um 1,4 Prozent. Ein Plus von 1,0 Prozent wird bis zum Ende des laufenden Jahres erwartet.

Bildquelle: © GG-Berlin / pixelio.de

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