Der Dax nähert sich der 10.000 Punkte Marke

Der Dax nähert sich der 10.000 Punkte MarkePrivatanleger schauen derzeit wie gebannt auf die Anzeigetafel der Frankfurter Börse. Der Dax ist auf Kurs Richtung Allzeithoch und nähert sich der 10.000 Punkte-Marke. Es ist nur eine Frage der Zeit bis sie fällt. Am Dienstag ist der Dax im Handelsverlauf auf 9.784 Punkte gestiegen. Nur noch ein kleines Stück und das Allzeithoch wird geknackt. Der Deutsche Standardwerte-Index notierte Mitte Januar bei 9.794 Punkten. Wenn diese Marke fällt rückt die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten in greifbare Nähe. Die Frage ist nur: wir lange läuft die Rallye noch? Eine alte Börsenweisheit besagt: Die Hausse nährt die Hausse! Das heißt, dass die gute Stimmung an der Börse ansteckend ist und die Kurse weiter steigen werden. Die Psychologie an der Börse ist kurz- oder mittelfristig ausschlaggebend, bevor sich wie immer die Fundamentaldaten durchsetzen. Rekordstände bei Aktien und anderen Anlageklassen üben auf neue Investoren eine große Anziehungskraft aus.

Blinde Kaufentscheidungen führen zu einer Überbewertung

Es gibt aber Experten die das kritisch sehen, weil die Anleger ihre Entscheidungen in der Regel auf Basis der vergangenen Wertentwicklung treffen. Grundsätzlich sollten sich die Anleger aber die zukünftigen Entwicklungschancen im Fokus haben. Wegen den neuen Rekordständen kann eine blinde Kaufentscheidung zu einer Überbewertung oder Blase führen. Diese wird dann irgendwann durch einen Preisverfall korrigiert. Die fundamentalen Bewertungen und die konjunkturelle Lage, aber auch die Politik des billigen Geldes sind wesentlich wichtiger. In den vergangenen Jahren haben sie die Märkte mit Liquidität geflutet, um die Schuldenkrise einzudämmen. Die Marktteilnehmer richten derzeit ein besonderes Augenmerk auf die Notenbanker, denn diese haben den Abschied der Politik des billigen Geldes schon eingeleitet. Für Nervosität bei den Anlegern sorgen zudem geopolitische Krisen, wie die Ukraine-Krise.

Die Party ist noch nicht vorbei

Bereits bei den Rückschlägen der vergangenen Monate unkten Pessimisten das die Party vorbei sei und die große Korrektur bevorsteht. Bisher ist sie aber ausgeblieben, auch wenn dem Dax in letzter Zeit die Puste ausgegangen ist. Er pendelt seit Monaten, mit einer relativ großen Spannweite von nahezu 800 Punkten, seitwärts. Trotz der zwischenzeitlichen Einbußen hat der Deutsche Aktienindex aber immer wieder am Rekordhoch gekratzt. Es sind vor allem Privatanleger die von den Höchstständen angelockt werden. Den vorangegangenen Anstieg verpassen sie und es wird erst investiert, wenn die Märkte bereits sehr gut gelaufen sind. Jetzt dauert die aktuelle Rallye bereits über fünf Jahre und wie Banken und Fondshäuser berichten sind die Privatanleger nicht dabei. Nun könnten sie vom Rekord angelockt werden.

Kursverdoppelung in fünf Jahren

Der Dax hat sich nach seinen Tiefständen in der Schuldenkrise nach und nach erholt, genau wie andere Weltbörsen auch. Investoren die vor fünf Jahren eingestiegen sind profitieren heute von einer Kursverdoppelung. Seit er im vergangenen Jahr den Rekord von damals knackte ist er von Hoch zu Hoch geklettert. Nach einem Rekordhoch tritt eine Konsolidierungsphase nicht zwangsläufig ein, die Märkte bewegen sich aber niemals linear. Um Überhitzungen vorzubeugen müssen starke Kursanstiege allein aus charttechnischer Sichtweise abgearbeitet werden. Zum Marktgeschehen gehören leichte Korrekturen dazu um die innere Stabilität der Hausse zu fördern.

Bildquelle: @Kai-Uwe Schütz / pixelio.de

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