Das Ersparte wird immer weniger- zahlreiche Deutsche scheint es nicht zu stören

Inflation reduziert Zinserträge

Inflation reduziert Zinserträge

Die niedrigen Zinsen reduzieren das Ersparte und die deutschen Anleger schauen dabei seelenruhig zu. Nur wenige unter ihnen wollen ihr Geld auf höherverzinste Produkte umschichten um Verluste zu vermeiden. Die Inflation liegt derzeit über dem Zinsertrag, aber trotzdem haben nur etwa 16 Prozent der Sparer ihr Portfolio angepasst und somit gering verzinste Anlagen wie Festgeld oder Tagesgeld reduziert.

Repräsentative Umfrage

Das Marktforschungsinstitut YouGov führte im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity im Juli eine repräsentative Umfrage durch. Nur 8 Prozent der 1066 Befragten planen die Anpassung von ihrem Portfolio. Das Sicherheitsdenken dominiert die Anlagestrategien von Männern und Frauen, wobei Frauen sicherheitsorientierter sind. Für 91 Prozent der Deutschen ist die Sicherheit der wichtigste Faktor bei der Anlagestrategie. Neben Festgeld und Tagesgeld werden Immobilien, Gold und andere Edelmetalle als Geldanlage bevorzugt, wenn ein größerer Betrag zur Verfügung steht. 46 Prozent der Deutschen bevorzugen Immobilien, fast 30 Prozent die Krisenwährung Gold.

Verluste durch Inflation

Festgeld und Tagesgeld waren 2012 noch die beliebtesten Anlageprodukte. Nur jeder 5. Deutsche hat sein Geld in Aktien investiert. Die größte Gruppe der Privatanleger stellen Deutsche ab 60 Jahren. Den meisten deutschen Privatanlegern ist durchaus bewusst, dass sie mit ihren bevorzugten Sparformen die Verluste durch Inflation hinnehmen müssen. 52 Prozent der Befragten rechnen frühestens in 3 Jahren mit Zinssätzen über der Inflationsrate.

Bildquelle: ©Erich Keppler / pixelio.de

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